Viva la Vida: Jahreskonzert der Musikgesellschaft Fridau Egerkingen
Am Abend des letzten Novembersonntages bot die Musikgesellschaft Fridau im Gemeindesaal von Egerkingen unter der Direktion von Erich Hess, Wolfwil, ihr Jahreskonzert dar. Vizepräsident Peter Felber begrüsste die Konzertbesucher und Konzertbesucherinnen. Er dankte den Anlasssponsoren und den Spendern von Notenmaterial des Konzertprogrammes. Durch das „Reiseprogramm“ der Darbietungen moderierte Steffi Vogel.
Die Fridau eröffnete die Darbietungen mit San Carlo, einem Marsch von Oscar Tschuor, dessen Melodie und Rhythmus als weitherum bekannt und verinnerlicht gelten dürfen. Von Chur aus, wo Oscar Tschuor gewirkt hatte, ging es in den Glacier Express. Die Komposition von Larry Neeck entführte auf die berühmteste Schweizer Gebirgsbahn durch Berg und Tal, Schneegestöber und sommerliche Bergweiden, von St. Moritz nach Zermatt. Es folgte die Darbietung von zwei Michael Jackson Kompositionen (arrangiert von John Glenesk Mortimer bzw. Larry Norred: Earth Song, einem berührenden und emotionalen Weihnachts-Nummer 1 Hit aus dem Jahr 1995/1996 und We are the World, einer gemeinsamen Komposition von Michael Jackson und Lionel Richie, welche 10 Jahre früher die Weihnachtszeit geprägt hatte. Mit Terra die Montagne (Land der Berge) von Michael Geisler, einem Komponisten, dessen Werke schon wiederholt von der Fridau dargeboten worden waren, führte die Reise in die wunderschöne Landschaft der Tiroler Berge. Nach der Pause folgten Klänge aus Italien. Mit dem humoristischen Marsch La Passione del Gelato von Stefan Schwalgin wurde die Geschichte eines gebürtigen Italieners erzählt, welcher im Schwabenland mit dem Betrieb einer Gelateria zu einer gastronomischen Institution geworden ist und sich eindrücklich in der neuen Heimat integriert hatte. La Cumparsita von Gerardo Matos, arrangiert von Scott Richards, führte nach Spanien und in die Welt des Tangos: „Der bekannteste und weltweit meistverbreitete Tango aller Zeiten“. Der Titel Lebe das Leben oder eben Viva la Vida von der britischen Pop-Rock-Band Coldplay ist inspiriert von einem Gemälde der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo, welche sich von einem schweren Leben nicht hatte niederdrücken lassen und Vida la Vida zum Inhalt ihres grossen Gemäldes gemacht hatte. Die Polka Gablonzer Perlen von Antonin Borovicka, arrangiert von Franz Brummerl, bezieht sich auf traditionellen tschechischen Weihnachtsbaumschmuck aus dem 19. Jahrhundert und wusste dem Publikum zu gefallen. Schliesslich ging es noch nach Schottland. Mit Scottisch sunrise von Lars Ericsen, wurden Emotionen aus dem Umfeld einer internationalen Militärmusikshow mit vielen bekannten Melodien dargeboten. Das Konzert der Fridau hatte dem Publikum offensichtlich gefallen. Mit Saluto Lugano von Siegfried Rundel und natürlich dem Egerkinger Marsch von Walter Joseph wurden zum Abschluss die geforderten Zugaben gespielt.