Frühlingskonzert 2023 Met Musig und Gsang…

Unter der Leitung von Dirigent Erich Hess bot die Musikgesellschaft Fridau am Abend des letzten November-Sonntags ihr Jahreskonzert dar. Anja Scherer durfte eine erfreuliche Anzahl Konzertbesucherinnen und –besucher begrüssen und richtete zuerst den Dank der Musikgesellschaft an die Einwohnergemeinde, die Anlasssponsoren, die Firma Nünlist AG für die Beleuchtung sowie an die Helferinnen und Helfer, welche den Konzertsaal dekoriert hatten. Durch das anspruchsvolle und sehr gefällige Programm führte Steffi Vogel. Einen besonderen Höhepunkt stellte die Aufführung des vom Vereinsmitglied und Vizedirigenten Roland Basler komponierten Marsches «S’ Läbe lang jung» dar. Roland Basler dirigierte den Marsch mit Gesang gleich selbst, während Dirigent Erich Hess seine Lücke im Kreis der Musikantinnen und Musikanten ausfüllte.
Die Musikgesellschaft Fridau eröffnete das Konzert mit dem Marsch «Invercargill» des Neuseeländers Alexander Frame Lithgow, arrangiert von Martin Scharnagl, einem Marsch, der vom Verleger des Komponisten abgelehnt worden war, in der Folge eines Wettbewerbs aber zu seinem beliebtesten Werk wurde. Die Spende des Marsches wurde dem Schreibenden verdankt. Mit «Voice oft the Vikings» von Michael Geisler, einem Tiroler Komponisten, ging es in die rauhe Nordsee der Wikinger. Eroberer-Dramatik und feiner Gesang stellten Elemente des Werkes dar, welches dem Publikum offensichtlich zu gefallen wusste. Mit «Zauberland» des süddeutschen Komponisten Kurt Gäble wurde der Tagesbeginn der Natur an einem schönen Sonntagmorgen gefühlvoll dargestellt. Mit «Pepe!» von Cornelis Kees Vlak unter dem Pseudonym Luigi die Ghisallo wechselte Die Szenerie in eine spanische Stierkampfarena. Auch der Paso doble begeisterte das Publikum. Schliesslich bot der Verein vor der Pause eine «Fantasie über ein Volkslied» von Hans Hartwig, einem ostdeutschen Komponisten, dar.
Nach der Pause ging es mit «Zacatecas» von Genaro Codina, arrangiert von Siegfried Rundel. nach Mexiko. Der Marsch war ein Ergebnis eines Wettbewerbes des Komponisten mit seinem Schwager, welcher vom Freundeskreis angeregt worden war. Unterlegt mit einem patriotischen Text avancierte er zur zweiten Nationalhymne Mexikos. Ein weiterer Publikumsrenner stellte die «Böhmische Liebe» von Mathias Rauch, wiederum eines Tiroler Komponisten, dar. Das Stück, für dessen Spende Jeannette Hunziker gedankt wurde, entwickelte sich zu einem der bekanntesten in der modernen böhmischen Blasmusik. «Singin’in the Rain» von Nacio Herb Brown, arrangiert von Michael Brown, führte in die Welt der Musical- und Filmmusik. Steffi Vogel führte in der Ansage gleich in die Glückseligkeit eines Regentages. Das Vertreiben der stürmischen Wolken konnte man nachvollziehen. Steffi Vogel dankte Johanna Bartholdi dann für die Spende des Stückes «Harry Potter (Highlights from)» von John Williams, arrangiert von Michael Story. Darin wird die Geschichte des jungen Zauberers Harry Potter und seinem Kampf gegen seinen dunklen Widerpart Lord Voldemort mit mystischen musikalischen Momenten geschildert. Mit «Enjoy the Music» von Thomas Doss, wiederum einem österreichischen Komponisten, bot die Fridau jugendliche frische Unterhaltsmusik spritzig und popig dar. Schliesslich folgte zum Abschluss «S’ Läbe lang jong» von Roland Basler. Inspiriert worden dazu war er anlässlich seiner und der Veteranenehrung seiner Frau Susi anlässlich des Musiktages 2022 in Fulenbach. Dies habe ihm gezeigt, dass Musizieren für Geist und Gesundheit gut sei und jung erhalte. Die Uraufführung war ein voller Erfolg und Roli Basler animierte das Publikum enthusiastisch zum Mitsingen, was es auch begeistert tat. Dass das Konzert dem Publikum gefallen hatte, bestätigte es, indem es mehrere Zugaben forderte.

















