Jahreskonzert 2022
Pressebericht: Oltner Tagblatt, 23. November 2022
Unter der Leitung von Dirigent Erich Hess bot die Musikgesellschaft Fridau Egerkingen am 20. November ihr Jahreskonzert dar. Anja Scherer durfte zahlreiche Konzertbesucherinnen und -besucher begrüssen und dankte den Anlasssponsoren, der Familie Nünlist für die Lichtausstattung und den Helferinnen für die gefällige Dekoration des Konzertsaales. Sie zeigte sich erfreut, dass endlich wieder ein Konzert ohne coronabedingte Einschränkungen durchgeführt werden konnte. Durch das anspruchsvolle und unterhaltsame Programm moderierte Steffi Vogel. Eröffnet wurde das Konzert mit der Komposition Festival Flourish von Michael Geisler, einem österreichischen Komponisten. Das Konzertwerk Nora, Licht des Nordens, stammt ebenfalls von einem Österreicher Komponisten, Thomas Asanger, welcher seiner Katze Nora, ein musikalisches Denkmal schuf. Die Interpretation vermochte die Charakterzüge und die Verspieltheit eines geliebten Haustieres dem Publikum überzeugend zu vermitteln. Die Elisabeth-Serenade, komponiert von Roland Binge und arrangiert von Zbysek Bittmar, wurde 1952 der neuen Königin Elisabeth II. gewidmet. Sie erfuhr viele Interpretationen und weckte, auch wenn man sie länger nicht gehört hatte, mit den ersten Takten die Erinnerung. Der Tango Eleganto von Peter Schad wurde von Steffi Graf zu Recht als leidenschaftliches und feuriges Werk charakterisiert. Auch die Fridau-Musik vermochte das Publikum sofort in die Tango-Welt Argentiniens zu entführen. Die Reise ging dann zurück nach Europa beziehungsweise nach Spanien: Amparito Roca von Jaime Tesidor, ein schneller spanischer Marsch, welcher den Paso Doble, den bekannten spanischen Tanz, vor Augen erscheinen liess. Nach einer kurzen Paus ging die Reise weiter zum Sasso Nero in den Zillertaler Alpen. Michael Geisler, von welchem auch das Eröffnungsstück stammt, zeichnete in einem wunderbaren Konzertmarsch ein schönes Bild der Landschaft rund um den Berg. Dem darbietenden Verein gelang es auch hier, die Bilder musikalisch weiterzuvermitteln. Rockig ging es dann zu mit einem Medley von Hans-Joachim Rogoll, welches bekannte Lieder von Santiano, der bekannten norddeutschen Band, umfasste. Auch dieses Stück entführte das Publikum, nämlich in die raue See des Nordens. Es quittierte mit grossem Applaus. Der Optimisten-Polka stammt von Jaromir Vejvoda, aus dessen Feder auch die allseits bekannte «Rosamunde» stammt. Das vorgetragene Stück wurde von Gerald Weinkopf arrangiert. Wie immer wusste auch die böhmische Musik zu gefallen. Ein Höhepunkt des Konzertes stellte dann auch die Kleine Ungarische Rhapsodie von Alfred Bösendorfer dar. Die Komposition war dem Verein von Walter Keist gespendet worden. Erneut gelang es den Aufführenden, das Lebensgefühl der ungarischen Puszta dem Publikum überzeugend zu vermitteln. El Capitan, von John Philipp Sousa, arrangiert von Siegfried Rundel, stellt zweifellos eine grossartige amerikanische Marschkomposition dar, mit welcher das Konzert abgeschlossen wurde. Das Publikum honorierte die musikalische Leistung des darbietenden Vereins, indem es zwei Zugaben forderte, zum Schluss natürlich den Egerkinger Marsch von Walter Joseph.